Sonntag, 18. Juli 2010

Abreise

Gegen 8.50Uhr verließ ich das Schiff und wurde vom AIDA Shuttle Bus zum Bahnhof gebracht. Hier stand auf der Anzeigetafel neben meinem Zug, dass ich die Ansage beachten solle. Nun gut, aber wie wenn doch gerade niemand etwas ansagt? Bald darauf fand ich selbst heraus, was damit gemeint war. Mein Zug fuhr heute 15min früher ab, als es auf meinem Ticket ausgewiesen war. Gut, dass ich noch etwas mehr Zeit eingeplant hätte, also schnell zum Gleis und ab in den Zug. Nach einer Verspätung von ca. 25min durch Baustellen im Norden und Süden Deutschlands, kam ich endlich in Nürnberg an. Im ICE hatte man extra noch mal betont, dass die Regionalzüge warten werden, als ich mich allerdings auf meinem Gleis befand, war mein Zug nach Erlangen bereits abgefahren....

Samstag, 17. Juli 2010

Sechster Seetag

Heute stand uns wieder ein erholsamer Tag auf See bevor. Am Abend wurde bei einer Poolparty unsere schöne Reise beendet.

Freitag, 16. Juli 2010

Invergordon, Loch Ness, Urquhart & Cawdor Castle in Schottland (Großbritannien)


Nachdem gegen 9Uhr unser Schiff freigegeben wurde und schon im Hafen von Dudelsackbläsern begrüßt. Da wir bereits über das Internet reserviert hatten, konnten wir relativ zügig unseren Mietwagen (Peugeot 308SW) in Empfang nehmen. Nun begann die Herausforderung: Linksverkehr!
Wir fuhren zuerst nach Drumnadrochit, wo sich das Loch Ness Visitor Center befindet. In einem Museum wurde über die Sichtungen des berühmten Monsters berichtet, sowie der Versuch einer wissenschaftlichen Erklärung gestartet. Weder das Monster noch die wissenschaftliche Theorie konnte jedoch definitiv bestätigt werden und so dürfen wir wohl auch noch weiterhin auf Nessies Auftauchen hoffen. 

Weiter fuhren wir zum nahegelegenen Urquhart Castle. Von der einstigen Burg am Loch Ness stehen nur noch die Ruinen.
Wir setzten unsere Fahrt fort, es ging durch Inverness nach Cawdor, ebenfalls bekannt für sein Castle. In diesem alten Castle kann man die alt-eingerichteten Räumlichkeiten bewundern. Am schönsten war der Blumengarten hinter dem Schloss. Nebenan befindet sich noch ein naturbelassener Garten, der einer Wildnis mit uralten Bäumen gleicht.

An Inverness vorbei, über die Black Isle gelangten wir nach Alness. Dieser Ort hat wiederholt eine Auszeichnung für seinen Blumenschmuck in den Straßen bekommen. Durch den harten Winter, war dieses Jahr allerdings nicht so viel geschmückt, wie es uns der Lektor vorgeschwärmt hatte. Den letzten Stopp machten wir in Invergordon. In diesem kleinen überschaubaren Ort gibt es nicht viel sehenswertes, außer den Wandmalereien an einigen Häusern. 

Donnerstag, 15. Juli 2010

Fünfter Seetag


Der Tag war sehr erholsam, lang ausschlafen und viel essen. Schon beim Mittagessen gab es keine Rotweingläser mehr, nur noch etwas stabilere Gläser, da wir durch ein Tiefdruckgebiet fuhren, dass uns hohe Wellen und Wind der Stärke 8-9 brachte. De Spuckbeutel waren liebevoll am Treppengeländer drapiert, das Wasser spritzte bis zum Deck 5 hoch und die Außendecks waren aufgrund des Windes gesperrt. Am Nachmittag berichteten der Lektor noch von Invergordon und Umgebung, wo wir den morgigen Tag verbringen werden. Hoffen wir, dass es uns nicht so wie der Reise zu vor ergeht, die aufgrund eines Sturmes Invergordon gar nicht anlaufen konnte und direkt nach Hamburg zurück schipperten.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Reykjavik (Island)


Über Nacht waren wir im Hafen von Reykjavik geblieben und so konnten wir unsere Stadtbesichtigung von Reykjavik früh starten. Mit dem Auto ging es zunächst zum alten Hafen. Dabei kamen wir am Höfdi, einer Jugendstilvilla vorbei. In diesem Haus soll einer Legende nach der Geist Móri während des Gipfeltreffens zwischen Michael Gorbatschow und Ronald Reagan 1986 gespukt haben und Telefon- und Faxverbindungen gestört haben. Noch heute ist die Villa ein offizielles Empfangshaus. 
Vom Hafen spazierten wir vorbei am Hafenhaus und dem Falkenhaus, der Flaniermeile Austurstraeti. Auf dem Weg zum Tjörnin-See kamen wir am schlichten Parlamentsgebäude und der Domkirkjan vorbei. Beim Rathaus der Stadt mit seiner postmodernen Architektur scheiden sich wohl wieder die Ansichten. Das Gebäude ist halb in den Tjörnin gebaut, der See der für seine Vogelvielfalt bekannt ist.
Wir setzten unseren Stadtbummel fort und besichtigten als nächstes die Hallgrimskirkja, dem Wahrzeichen von Reykjavik, das von weitem aussieht wie die Transamerica Pyramide in San Francisco mit dem Dach vom Chrysler Building aus NYC. Die Architektur dieser Kirche soll jedoch die isländische Landschaft widerspiegeln. Die Außenfassade mit ihren Basaltsäulen stellt die isländische Steilküste dar, das schneeweiße Innere der Kirche symbolisiert das Eis der Gletscher. Mit dem Lift fuhren wir auf 73m Höhe und hatten einen tollen Blick auf die Stadt. Die Häuser in ihren hellen Farben wurden von der Sonne angestrahlt und leuchteten uns entgegen.
Unser letztes Highlight in Reykjavik war der 61m hohe Hügel Öskuhlid. Hier stehen Heißwassertanks, die rund 20 Millionen Liter speichern, mit denen die Region Reykjavik beheizt wird. Auf den Tanks befindet sich die spiegelnde Glaskuppel, die dem Gebäude seinen Namen verlieh: Perlan (Perle). Von der Aussichtsterrasse hatten wir eine herrliche Sicht auf Reykjavik, das Meer und die umliegenden Hügelketten.
Pünktlich 13Uhr liefen wir aus dem Hafen von Reykjavik aus. Am Nachmittag konnten wir uns endlich mal auf unserem Balkon sonnen, bevor dann schlagartig der Regen aufzog. Nach dem Abendessen gab es noch die besten Songs aus James Bond und die Komikerband „Zärtlichkeiten mit Freunden“, die das gesamte Theatrium zum Lachen brachten.

Dienstag, 13. Juli 2010

Kontinentalplatten, Geysire, Wasserfälle und die Blaue Lagune (Island)


Da wir erst 13Uhr im Hafen von Reykjavik anlegten, konnten wir den Tag ruhig angehen. Das Meer vor Reykjavik eignet sich besonders gut, um Wale zu beobachten. Wir sahen einige Buckelwale kurz auftauchen, die schnell wieder unter der Meeresoberfläche verschwanden. Nach dem Mittagessen hieß es dann aber schnell runter vom Schiff und ab mit dem Taxi zur Automietstation Sixt. Über das Internet hatten wir uns schon ein Auto reserviert und so konnten wir bald darauf auch unseren Chevrolet Kalos in Empfang nehmen. Richtung Osten starteten wir unsere Erkundungstour.
Erster Halt war in der Nähe von Pingvellier, wo aus dem Erdboden schräge Felsenplatten hervorragen. Hier treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander. Leider goss es bei unserem Spaziergang in Strömen und als wir nach 15 Minuten völlig durchnässt waren, kehrten wir zum Auto zurück. Weiter ging es durch das vulkanische, grüne Land zu den Geysiren. Zwischendurch fehlte mal der Asphalt und wir fuhren über Schotterwege und ab und zu kam sogar die Sonne mal kurz hervor.
Am Straßenrand befinden sich in der Nähe im Thermalfeld Haukadalur (Habichtstal) ein paar Schwefelquellen und Geysire. Der wohl bekannteste ist der Strokkur. Alle 5 Minuten fängt dieser an zu brodeln um schließlich mit voller Kraft aus seinem Erdloch hervorzubrechen und ca. 10m ab und zu auch etwas weniger nach oben zu spritzen. Wer nicht auf den Wind Acht gibt, kann auch schnell mal das heiße Wasser abbekommen.
Wir setzten unsere Fahrt weiter fort zum Wasserfall Gullfoss. Der goldene Fall ist sehr eindrucksvoll, da seine rasanten Wassermassen, die aus dem großen Gletscher Langjökull über mehrere Etagen zunächst 11m und dann 21m nach unten donnern. Leider setzte hier wieder der Regen stärker ein, so dass es nur ein kurzer Stopp wurde.
Dann ging es für uns Richtung Süden, um dann auf der Schnellstraße wieder Richtung Reykjavik, wo wir schnell unsere Badesachen vom Schiff holten. Nun sollte der etwas entspannendere Teil des Tags kommen. Ein Geothermalkraftwerk nutzt die örtlichen Thermalquellen zur Energieerzeugung und speist dieses Wasser dann in die „Blaue Lagune“. Rund 45 Autominuten vom Hafen entfernt, konnte man in dem schwefelhaltigen, ca. 40°C warmen Wasser, welches Mineralsalze, Kieselerde und Algen enthält, baden. Dazu gab es eine Schlammmaske, die wir auf das Gesicht auftragen konnten. Bis zum Rauswurf blieben wir in dem Schwimmbad, denn die Eintrittspreise waren genauso gesalzen wie das Wasser.
Gegen 10.30Uhr erreichten wir wieder unser Schiff und stürzten erst mal ausgehungert in eines der Restaurants.

Montag, 12. Juli 2010

Akureyri (Island)


Endlich ging es wieder mal runter vom Schiff. Früh liefen wir im Hafen von Akureyri ein und um 7.45Uhr startete unser Ausflug nach Godafoss und Myvatn. Erster Stopp war am „Wasserfall der Götter“ dem  Godafoss. Der Name des Wasserfalls geht auf die Sage zurück, dass der Gode (Priester) der Region im Jahr 1000 nach Übernahme des Christentums alle alten Götterstatuen in das tosende Wasser versenkte. Der Wasserfall selbst ist nur 12m hoch und beeindruckt nur durch seine mächtigen Wassermassen, die sich mit einer Geschwindigkeit hinunter stürzen.
60km östlich von Godafoss befindet sich der Myvatn See. Zunächst gab es eine kleine Kaffeepause, wo wir angeblich isländische Spezialitäten aßen. Die Spezialität bestand aus einem Rührkuchen, einem Marmeladengebäck und einem Toast mit Wurst. Im Gebiet um den Mückensee, dem viertgrößten See Islands, sahen wir zahlreiche vulkanische Gebilde. Hier befindet sich auch die Grenze zwischen der Eurasischen und Amerikanischen Kontinentalplatte. Zu spüren bekamen wir auch, dass der See seinen Namen nicht umsonst trägt. Die tausend Mücken stachen zwar nicht, aber waren dafür umso lästiger und krochen sogar auf der Linse des Fotoapparates herum. Dicke Mückensäulen schwebten über dem See und sahen von weitem aus wie eine Nebelschwade.
Letzter Stopp auf unserer Tour war die Schwefelquellen von Namaskard. In den zahlreichen Schlammpfuhlen köchelt es vor sich hin, sprudelt nach oben. Schwefel und andere Mineralien färben die Landschaft gelblich, rot und weiß dazu natürlich überall der Schwefelgeruch. Mittlerweile riss auch die Wolkendecke etwas auf und der blaue Himmel bildete einen herrlichen Kontrast zur Landschaft.
Gegen 15.00Uhr kamen wir wieder am Schiff an und stürzten zunächst zum Mittagessen ins Restaurant. Am Nachmittag fand die Polartaufe auf dem Pooldeck statt. Neptun und seine Gesellen kamen an Board und tauften mutige Passagiere, die eine Art Seetang und eine Flüssigkeit tranken. Zur Belohnung gab es dann eine Urkunde.
Am Abend traten 2 Gastkünstler  auf und es kam die große ABBA „Dancing Queen“ Show.